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CVP schlägt finanz- und energiepolitische
Pflöcke ein
Anlässlich ihrer Landsitzung in Häggenschwil bestätigte die CVP-Fraktion
ihren konsequenten Sparkurs. Ebenso unverrückbar bleibt der Einsatz der CVP für
Familien und Mittelstand in der Frage der Abwälzung von Spitalkosten.
Erfreulicherweise gibt es Anzeichen, dass FDP und SVP kippen und auf die Haltung
der CVP einschwenken könnten. In der aktuellen Debatte um die Energiepolitik
wird die CVP neue Ansätze präsentieren, die Zukunftspotenziale für die
Landwirtschaft und den ländlichen Raum aufzeigen.
Unter der Leitung von Fraktionspräsident Thomas Ammann behandelte die
CVP-Fraktion im Bären Häggenschwil die zentralen Geschäfte der Septembersession
des St.Galler Kantonsrats. Im Anschluss an die Fraktionssitzung trafen sich die
Mitglieder der CVP-Fraktion mit zahlreichen ehemaligen CVP-Mandatsträger/innen
aus dem Wahlkreis St.Gallen zum anregenden Austausch.
Konsequenter Sparkurs bestätigt
Bei der Sanierung des Staatshaushalts bleibt die CVP ihrem konsequenten Kurs
treu. So trägt die CVP auch schmerzhafte Sparmassnahmen mit, denn nur ein
gesunder Staatshaushalt wahrt den nötigen Spielraum für eine erfolgreiche
Zukunft. Keine Unterstützung seitens der CVP finden allerdings schlecht
vorbereitete Sparanträge (siehe Sparmassnahmen im Mittelschulbereich) und blosse
Kostenverlagerungen ohne Spareffekt und verbesserte Anreizwirkungen (siehe
Spitalkosten).
Im Kampf für Familien und Mittelstand
Seit Monaten kämpft die CVP gegen die als Sparmassnahme deklarierte Absicht
von Regierung und Kantonsrat, Spitalkosten im grossen Stil auf die
Prämienzahler/innen abzuwälzen. Mit der von SVP und FDP durchgesetzten
Kostenverlagerung zulasten von Familien und Mittelstand wird effektiv kein
Rappen gespart. Solche Raubzüge gegen Familien und Mittelstand sind für die CVP
völlig inakzeptabel.
Für die CVP ist deshalb klar, dass sie das Referendum ergreifen wird, falls die
Kostenabwälzung nicht so rasch wie möglich wieder rückgängig gemacht wird. Umso
ärgerlicher ist es, dass die Umlagerung von Dutzenden von Millionen per
Dringlichkeitsrecht durchgesetzt wurde. Dringlichkeitsrecht lässt kein
Referendum zu, womit SVP und FDP ihre Politik nicht vor dem Stimmvolk
rechtfertigen müssen.
Meinungsschwenker dank Druck von CVP?
Die CVP setzt alles daran, dass die Familien und der Mittelstand möglichst
rasch wieder von der zusätzlichen Last befreit werden. Sie befürwortet deshalb
die schnellstmögliche Anpassung des Kostenteilers um jährlich 2 Prozentpunkte
von 50 Prozent im Jahr 2012 auf 55 Prozent bereits im Jahr 2015. Unter dem Druck
der CVP ist auch die Finanzkommission dieser Haltung gefolgt. In der Ratsdebatte
wird sich weisen, ob FDP oder SVP tatsächlich ihre bisherige Haltung über Bord
werfen und sich doch noch dem Standpunkt der CVP anschliessen.
Vertretbare Kürzungen bei Heimbewohnenden
Die CVP unterstützt die geplanten Einsparungen des Nachtrags zum
Ergänzungsleistungsgesetz. Angesichts der bis anhin im interkantonalen Vergleich
sehr grosszügigen Praxis im Kanton St.Gallen und im Lichte der frappanten
Kostensteigerungen der letzten Jahrn setzt die Referendumsdrohung der SP einmal
mehr am falschen Ort an. Selbst mit den vorgeschlagenen Einsparungen bleibt der
Kanton St.Gallen teils weit über den Ansätzen umliegender Kantone.
Gegen nichtfundierte Entscheide in der Spitalplanung
Die CVP hat keinerlei Verständnis für den Beschluss der vorberatenden
Kommission, für die Genehmigung von Spitalplanung und Spitalliste den Kantonsrat
zu bemühen. Nebst diversen verfahrensrechtlichen Problemen muss man sich im
Klaren sein, dass der Kantonsrat zeitlich und fachlich völlig überfordert wäre,
wenn er die Genehmigungspflicht mit der nötigen Sorgfalt wahrnehmen möchte. Kann
die nötige Sorgfalt aber nicht gewährleistet werden, resultieren nichtfundierte
Entscheide und politische Willkür.
Massnahmen gegen Gewalt im Sport sind ungenügend
Die CVP anerkennt zwar, dass im Kanton St.Gallen einiges unternommen wurde,
um der Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen Einhalt zu gebieten. Die CVP
ist mit der Situation aber nach wie vor nicht zufrieden, und sie bezweifelt,
dass die bisherigen Massnahmen genügen. In diesem Zusammenhang besonders
ärgerlich ist das Unvermögen von VBS-Vorsteher Ueli Maurer, national
koordinierte Massnahmen zu veranlassen, aber auch das Fehlen von wichtigen
Vergleichszahlen über alle Clubs in der Schweiz hinweg wird kritisiert. Die CVP
prüft geeignete Vorstösse.
CVP setzt auf energiepolitische Zukunftspotenziale
Im Rahmen der Fraktionssitzung setzte sich die CVP-Fraktion anhand eines
Fachreferats ganz grundlegend mit der zukünftigen Energiepolitik auseinander.
Bewusst hatte die CVP darauf verzichtet, im Nachgang zu Fukushima in den Reigen
der anderen Fraktionen einzustimmen und unreflektiert mit einer Flut an
Vorstössen zu reagieren. Doch wie auf eidgenössischer Ebene ist die CVP auch im
Kanton St.Gallen gefordert, eine Führungsrolle in der Gestaltung der
energiepolitischen Wende einzunehmen.
Die CVP wird als einzige Fraktion eine energiepolitische Zukunft skizzieren, die
dem Faktum Rechnung trägt, dass es im Grunde keinen Mangel, sondern einen
riesigen Überschuss an sauberer Energie gibt. Insbesondere das Potenzial
dezentral produzierter Sonnenenergie wird noch viel zu wenig genutzt. Dies
eröffnet neue Zukunftspotenziale für den ländlichen Raum und für die
Landwirtschaft, was gerade für den Kanton St.Gallen von grösstem Interesse ist.
Es sind diese Zukunftspotenziale, die die CVP zu nutzen gewillt ist.
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