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Wil/St.Gallen: 08.02.2010
Neurologe und Psychiater Frank Zimmerhackl: „Ich möchte mit meinen Informationen zur Enttabuisierung beitragen und allen in ihrem Umfeld von einem Suizid Betroffenen und anderen Interessierten Mut vermitteln, offen darüber zu kommunizieren.“ <br>Frank Zimmerhackl, Dr. med., Facharzt für Neurologie und Psychiatrie / Tiefenpsychologischer Psychotherapeut, leitet als Oberarzt eine Station für Akutpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Klinik Wil.
Neurologe und Psychiater Frank Zimmerhackl: „Ich möchte mit meinen Informationen zur Enttabuisierung beitragen und allen in ihrem Umfeld von einem Suizid Betroffenen und anderen Interessierten Mut vermitteln, offen darüber zu kommunizieren.“
Frank Zimmerhackl, Dr. med., Facharzt für Neurologie und Psychiatrie / Tiefenpsychologischer Psychotherapeut, leitet als Oberarzt eine Station für Akutpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Klinik Wil.

„Selbstmord“ – zwischen Mythos und Wirklichkeit
Bis zu 50 Prozent der Allgemeinbevölkerung erleidet im Laufe des Lebens eine behandlungsbedürftige psychische Störung.
B.Fosco
Die Kantonalen Psychiatrischen Dienste – Sektor Nord bieten 8-mal jährlich jeweils an einem Montagabend in St. Gallen und Wil unentgeltlich öffentliche Kurse an. Am 15. Februar in der Migros-Klubschule St. Gallen und am 22. Februar in der Psychiatrischen Klinik Wil zum Thema „Suizid“.

Jedes Jahr nehmen sich in der Schweiz durchschnittlich 1400 Menschen das Leben. Diese Zahl ist international gesehen überdurchschnittlich hoch und liesse sich mit professioneller Hilfe reduzieren.

Psychische Erkrankung als Hauptursache
So ist wenig bekannt, dass mehr als 90 Prozent aller Suizide im Rahmen einer psychischen Erkrankung erfolgen. Entsprechend gibt es greifbare und wirksame Möglichkeiten, Suizide zu verhindern, indem zugrunde liegende Störungen professionell psychiatrisch behandelt und das erweiterte soziale Umfeld – Angehörige, Seelsorger, Juristen, Polizisten, Apotheker, Hausärzte etc. – informiert und mit einbezogen werden.

Bis zu 50 Prozent der Allgemeinbevölkerung erleidet im Laufe des Lebens eine behandlungsbedürftige psychische Störung. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit hoch, mit einem Suizid persönlich konfrontiert zu werden.

Enttabuisierung nötig
Frank Zimmerhackl – er leitet als Oberarzt in der Psychiatrischen Klinik Wil eine Station der Akutpsychiatrie und Psychotherapie – vermittelt im „Kurs am Montag“ vom 15. Februar in St. Gallen und vom 22. Februar in Wil nicht nur Informationen, sondern versucht auch Mut zu machen, das Thema „Suizid“ offen zu kommunizieren.

Nach seinen Ausführungen bleibt Zeit, um auf Fragen aus der Zuhörerrunde einzugehen. In St. Gallen findet der Kurs in der Migros-Klubschule beim Bahnhof, Historischer Saal 1. Stock, in Wil in der Psychiatrischen Klinik, Zürcherstrasse 30, Hörsaal Haus C03, statt. An beiden Orten beginnt er um 19.30 Uhr und dauert bis 21.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

"Kurse am Montag": 1. Semester 2010
Die Kantonalen Psychiatrischen Dienste – Sektor Nord bieten jeweils an einem Montagabend unentgeltliche Vorträge zu verschiedenen Themen rund um psychische Krankheiten und Störungen an. Die "Kurse am Montag" finden jeweils 19.30-21.00 Uhr in St.Gallen an der Migros-Klubschule, Bahnhofplatz 2, Historischer Saal, und in Wil in der Psychiatrischen Klinik, Zürcherstrasse 30, Hörsaal im Mehrzweckgebäude C03 statt. Die Themen:

15.2. (St.Gallen) + 22.2. (Wil): Selbstmord – zwischen Mythos und Wirklichkeit
22.3. (St.Gallen) + 29.3. (Wil): Psychologische Tests: Mehr als Wahrsagerei und Spielerei?
19.4. (St.Gallen) + 26.4. (Wil): Komplementärmedizin bei psychischen Beschwerden
17.5. (St.Gallen) + 31.5. (Wil): Hilfe, ich werde gemobbt!

Nähere Infos / Kursprogramme
Edith Scherer und Andrea Raschle, Angehörigenberatung, Psychiatrische Klinik Wil, Tel. 071 913 12 98