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Sirnach: 07.02.2010
Nicht nur am Valentinstag kann man sein Herz verschenken.
Nicht nur am Valentinstag kann man sein Herz verschenken.

Ein Liebesbrief zum Valentinstag für Briefmarkensammler.
Ein Liebesbrief zum Valentinstag für Briefmarkensammler.

Rote Rosen gelten weltweit als Zeichen der Liebe.
Rote Rosen gelten weltweit als Zeichen der Liebe.

Auch die Schweizer Post hat an Valentin gedacht.
Auch die Schweizer Post hat an Valentin gedacht.

Am nächsten Sonntag ist Valentinstag
Der heilige Valentin ist Schutzpatron der Verliebten und der Bienenzüchter
Rita Schmidlin
Der 14. Februar ist der Tag der Liebe und der Freundschaft. Wer war eigentlich der Heilige Valentin? Ist der Valentinstag ein weiterer Tag der unnötigen Geschenke geworden? Soll man sich daran einfach freuen, einen Liebesbrief schreiben, Blumen verschenken oder jemandem wieder einmal danke sagen.

Böse Zungen behaupten, der Valentinstag sei der Tag der Floristen. Sicher werden viele Blumen geschenkt am 14. Februar, aber auch andere Liebesbezeugungen werden ausgetauscht. Verliebt sein kennt kein Alter, das ist wohl das schöne daran. Wer nicht mitmachen will, kann es ja bleiben lassen.

Der Heilige St. Valentin
Bei den Quellen über St. Valentin finden sich widersprüchliche Angaben. Sicher zu sein scheint, dass er 200 Jahre nach Christus in Italien gelebt hat. Viele Legenden werden über Valentin erzählt, der vermutlich Bischof von Terni war, das ist eine Stadt in Mittelitalien. Da arme Leute damals und noch lange Zeit später nicht heiraten durften, wenn sie nicht nachweisen konnten, dass sie eine Familie ernähren können, hat der Bischof Valentin diese Liebespaare heimlich getraut. So waren sie wenigstens vor Gott ein Paar. Der Regierung schien dies allerdings nicht zu passen. Der Valentin wurde geköpft. Vor seinem Tod hat er allerdings noch ein Wunder vollbracht, wie es heisst, er hat die blinde Tochter des Gefängniswärters wieder sehend gemacht.

Wie auch immer, der Heilige Valentin gilt heute auch als Schutzpatron der Bienenzüchter, er bringt Liebespaare zusammen und wird an seinem Todestag, dem 14. Februar gefeiert. Im 18. Jahrhundert sind die Gebeine des Heiligen Valentins von Italien nach Bayern überführt worden, genau in die Stadtpfarrkirche St. Michael von Krumbach, südöstlich von Ulm. Ein weiterer Valentin ist auch in Passau begraben, der lebte aber später.

Valentinsbräuche
In den USA und England wird der Valentinstag schon lange gefeiert, in der Schweiz ist der Brauch noch jung, aber er wird ausgiebig gepflegt. Blumen, Pralinés, Parfums – was soll man dem Mensch schenken, den man liebt? Liebe ist etwas Besonderes, etwas Kostbares, man muss sie pflegen. Nicht nur an einem Tag im Jahr, aber einmal ganz besonders daran denken, was man aneinander hat, das darf und soll man am Valentinstag. Gefühle gehen in der heutigen Zeit sowieso viel zu oft unter im Stress, dem Lärm und der Hektik des Alltags. Ein Kuss, ein liebes Wort, eine Rose, ein Praliné, ein Brief, ein SMS, wer liebt oder verliebt ist, wird den rechten Weg finden, seine Gefühle auszudrücken. Damit der Valentin seiner Schutzpatronfunktion gerecht wird, könnte man ja seinem Liebsten auch ein Glas Honig überreichen.



Sprache der Blumen
Kaum jemand weiss, dass die „Sprache der Blumen“ aus Frankreich stammt. Dort nämlich veröffentlichte 1819 eine gewisse Charlotte de Latour ein Buch, in dem sie die Bedeutung der verschiedenen Blumen auflistete. Danach bedeuteten Astern z. B. „Hintergedanken“, während Narzissen „Selbstsucht“ und Pfingstrosen „Scham“ zum Ausdruck brachten.
Das Buch wurde ein Bestseller, und so gingen Schriftsteller in anderen Ländern dazu über, eigene Werke zu verfassen. Zuerst hielt man sich zwar noch mehr oder weniger an Latours Buch, aber bald schon wurde man immer ungenauer und passte sich zudem den landesüblichen Usanzen an. So zum Beispiel in England, wo alles weggelassen wurde, was als schockierend hätte empfunden werden können.
Endgültig kompliziert wurde es allerdings erst, als die Amerikaner die Blumensprache entdeckten. Denn da viele der umgangssprachlichen englischen Pflanzennamen kein Äquivalent im Amerikanischen hatten, wurde ein und dieselbe Blume im gleichen Buch teils unter mehreren Bezeichnungen aufgeführt.
Latours „Blumensprache“ gilt deshalb noch heute als jene, die am häufigsten verwendet wird. Nachfolgend ein Teil davon, damit für den Valentinstag die richtige Blume ausgesucht werden kann. (Quelle: www.fleurop.ch)

Akelei: Verrücktheit
Anemone: Ergebung, Misstrauen
Aster: Hintergedanken
Bellis (Gänseblümchen): Unschuld
Flieder: erste Liebesgefühle
Gartennelke: dauerhafte Schönheit
Ginster: Reinlichkeit
Glockenblume (blaue): Beständigkeit
Heckenrose: Poesie
Hortensie: Du bis kalt
Hyazinthe: Wohlwollen
Immergrün: süsse Erinnerungen
Jasmin: Liebenswürdigkeit
Kornblume: Zartgefühl
Lavendel: Misstrauen
Lilie: Majestät
Maiglöckchen: Rückkehr des Glücks
Malve: Anmut
Margerite: Unschuld
Mistel: Ich überwinde alle Hindernisse
Mohn: Trost
Moosrose: sinnliche Liebe
Myrte: Symbol der Ehe
Narzisse: Selbstsucht
Nelke (rote): reine, tiefe Liebe
Nelke (gelbe): Verachtung
Nelke (weisse): Talent
Orangenblüte: Jungfräulichkeit
Osterglocke: Begierde
Passionsblume: Glaube
Petunie: Überraschung
Primel: Jugend
Ringelblume: Eifersucht, Verzweiflung
Rittersporn: Oberflächlichkeit
Rose (rote, Einzelrose): Ich liebe Dich
Rose (weisse): Schweigen
Rosenblätter: Ich bin nie aufdringlich
Rosenknospe (weiss): Herz, das die Liebe noch nicht kennt
Rosmarin: Deine Gegenwart belebt mich
Schneeglöckchen: Liebesglück
Schwertlilie: Botschaft
Sonnenblume: Reichtum
Steinnelke: Feinheit
Stiefmütterchen: Falschheit
Tulpe: Liebeserklärung
Veilchen: Bescheidenheit
Vergissmeinnicht: Vergiss mich nicht