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"In der Heimat des Schwingerkönigs"
Die Jonschwiler Kirchenchörler erlebten den Höhepunkt ihrer Reise auf der Bäderalp hoch über dem Jaunpass, dort oben scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.
Marlis Merz
In weiser Voraussicht auf den Sieg des neuen Schwingerkönigs aus dem Diemtigtal plante der Kirchenchor, St. Martin Jonschwi die diesjährige Vereinsreise ins Simmental und Diemtigtal....
Während zwei ausgefüllten Tagen durften die Reiseteilnehmer herrliche Simmentaler Häuser, schmucke Kirchen und gastfreundliche Alpwirtschaften in herrlicher Umgebung kennen lernen.
Das Knuttihaus in Weissenburg Samstag der 28. und Sonntag der 29. August 2010 werden in die Geschichte des Chores als zwei Tage mit vielen neuen Eindrücken eingehen. Gar manche aus der Reisegruppe sahen das Simmental und auch das Diemtigtal zum ersten Mal und waren sich vorher nicht bewusst, dass die Häuser dieser Gegend in Bezug auf Architektur und Zimmermannskunst, zum Teil auch wegen ihrer Malereien etwas ganz Besonderes sind.
Das erst kürzlich in einer Zeitschrift in einer mehrseitigen Reportage vorgestellte Knuttihaus in Weissenburg wurde neben vielen anderen Häusern bestaunt und bewundert. Auch die für einen Kleinbus recht gewagten, aber nie gefährlichen Fahrten zu den verschiedenen Alpen schufen Höhepunkte, wie sie normalerweise nicht zu Vereinsreisen gehören.
Kostbare Eindrücke Nach einem feinen Mittagessen am Samstag in der Gsässweid hoch über Horboden, der Wohngemeinde des Schwingerkönigs, wagte sich die Gruppe noch weiter in die Höhe bis zur Alp Witbodmen, wo die Welt noch wie vor 50 Jahren anmutet und von wo die Bergwelt bei schönem Wetter in ganzer Pracht erstrahlen würde. Leider war der Tag eher kühl und der Himmel verhangen.
Ohne die sehr interessante Führung durch Herrn Roth aus Nidfluh wäre der Kirchenchor niemals in den Genuss all der kostbaren Eindrücke gekommen. So war es dann auch der Familie Roth zu verdanken, dass der Chor dank der Einladung zum Apéro im wunderschönen Simmentalerhaus der Familie Roth echte Simmentaler Gastfreundschaft geniessen durfte. Nicht oft hat man die Gelegenheit ein solches Bijoux mit vielen Intarsien und Schnitzereien an Wänden, Decken und Türen von innen bewundern zu dürfen, oder gar dort zu übernachten, wie dies dem Präsidenten und seiner Gattin vergönnt war, weil im Gasthof „alte Post“ in Weissenburg ein Zimmer zu wenig zur Verfügung stand.
Höhepunkt Bäderalp Auch alle jene, die in der alten Post untergebracht waren, kamen in den Genuss einer historisch anmutenden Atmosphäre in gemütlichen Räumen, die zum Feiern und Singen wie geschaffen waren. Vom Kirchenlied, zum Schweizer Volkslied oder gar einem gekonnt vorgetragenen Jodel war alles zu hören.
Am Sonntag war der absolute Höhepunkt das Mittagessen auf der Bäderalp hoch über dem Jaunpass. Zur Begrüssung wurde das Alphorn gespielt und nachdem sich drei Generationen auf dem Balkon versammelt hatten, stellte der Grossvater seine Familie und die Alp auf eindrückliche und äusserst nette Weise vor. Hier oben scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, wenn man sieht, wie die ganze Familie Hand in Hand arbeitet, um die Gästeschar aufs köstlichste zu bewirten und als krönenden Abschluss Meringues aus dem Sonnenofen aufzutragen. Auch hier durfte das Singen und Jodeln nicht fehlen und alle wären noch gerne viel länger in der gemütlichen Stube verweilt.
Die Zeit lässt nicht mit sich markten, sodass der Aufbruch unvermeidlich wurde, damit der Chor rechtzeitig in Winterthur in der Kirche St. Peter und Paul eintraf, wo die Dirigentin des Kirchenchores Jonschwil während der Messe auf der Orgel aufspielte. Voll innerer Freude, voll Jubel und Heiterkeit auch gegen aussen gezeigt und bestimmt auch schon wieder mit Vorfreude auf die nächste Reise kehrte die Gruppe heim ins Untertoggenburg, das auch seine schönen Seiten hat.
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