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Ausbildung zum „Energieberater Gebäude“ ist auf Kurs
Zwischenbilanz des Projektes „Power 40+“ des Vereins Energieallianz im Business House 118 der Bühler-Immo AG in Uzwil
Josef Bischo
Für Arbeitslose über 40 Jahre, welche eine Ausbildung im Bereich Gebäudetechnik absolviert haben, läuft seit April 2010 das Projekt „Power 40+“. In einer halbjährigen Schulung werden sie zu eidgenössisch anerkannten Energieberaterinnen und Energieberatern Gebäude ausgebildet. Nach der ersten Halbzeit zogen die beteiligten Organisationen und Personen eine positive Zwischenbilanz.
Im Business House 118, dem „Blauen Engel“, an der Bahnhofstrasse in Uzwil fanden sich die Teilnehmenden am Projekt „Power 40+“, Dozenten der Bildungsstätte Polybau sowie Vertreter von Praktikumsbetrieben und von kantonalen Amtsstellen ein, welche sich mit Energiefragen oder mit der Betreuung von Stellensuchenden beschäftigen.
Erfolgreiche Teilnehmer Einleitend informierte Pia Stebler, Geschäftsführerin des Vereins Energieallianz und Leiterin des Projektes „Power 40+“, über den Stand des Projektes. Ihr wichtigstes Fazit: Das gesteckte Ziel sei erreicht. Bereits dürften 80 Prozent der 14 Teilnehmer nach der Ausbildung einen Arbeitsvertrag bei ihren derzeitigen Praktikumsbetrieben erwarten.
Arbeitslose immer besser qualifiziert Die Angst vor Arbeitslosigkeit beunruhigt die Bevölkerung am meisten. Immer stärker werden davon auch gut qualifizierte Berufsleute betroffen. Gegenwärtig beträgt ihr Anteil gut 60 Prozent der Stellensuchenden. Neben jungen haben es vor allem ältere Menschen schwer, wieder eine Anstellung zu finden.
Hier greift das Projekt „Power 40+“. Es macht sich den Mangel an qualifizierten Energieberatern, das riesige Sanierungspotenzial im Bereich der etwa 40 bis 60 Jahre alten Gebäude, die Sensibilisierung der Bevölkerung für Energiefragen sowie die zur Verfügung bestehenden Fördermassnahmen zunutze.
Beratung erfordert Kompetenz Von den rund 50 Interessenten sind 14 in den Kurs aufgenommen worden, 13 Männer und eine Frau. Sie verfügen über eine fundierte Ausbildung sowie Berufserfahrung und Sozialkompetenz. Für eine beratende Tätigkeit sei dies unerlässlich, betonte Pia Stebler.
Die Ausbildung basiert auf den drei Säulen Arbeit, Bildung und Coaching. Während der ganzen Programmdauer sind die Teilnehmer in einem Praktikumsbetrieb tätig. Ausserdem absolvieren sie einen 21-tägigen Lehrgang im Bereich Energie und Gebäudetechnik, welcher von der Polybau Uzwil angeboten und im Business House 118 von Bühler-Immo durchgeführt wird. Ein 3-tägiger Ausbildungsblock wird vom Verein Energieallianz unter Beizug des kantonalen Amts für Umwelt und Energie gestaltet. Ausserdem werden die Teilnehmer durch einen qualifizierten Coach betreut.
Kundenfreundliche Beratung Die Ziele der Energiepolitik des Kantons St. Gallen erläuterte Silvia Gemperle, Projektleiterin Energie und Bauen beim kantonalen Amt für Umwelt und Energie. Bis 2020 gelte es, den Verbrauch fossiler Brennstoffe um 15 Prozent zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien zu verdoppeln. Um diese Ziele zu erreichen brauche es neben finanziellen Anreizen viele kompetente Berater und den Willen und Einsatz von allen Beteiligten und Betroffenen.
Bürokonzept „Just-in-Time“ Die Orientierung über das Projekt „Power 40+“ wurde im Business House 118 in Uzwil durchgeführt. Dessen Leiter Romeo Maasl stellte das Konzept des Hauses vor. Das als „Blauer Engel“ bekannte Gebäude an der Bahnhofstrasse 108 war ursprünglich internationaler Hauptsitz der Bühler AG. Im April 2010 wurde es zum Business House 108 umfunktioniert.
Das Bürokonzept „Just-in-Time“ bietet einerseits einzelne Büros mit Telefon- und Internetanschluss für Festmieter an. Andererseits können auch einzelne vollständig eingerichtete Arbeitsplätze temporär, das heisst tage-, wochen- oder monatsweise, gemietet werden. Den Mietern stehen Sitzungszimmer, Pausenräume, eine bediente Reception mit Callcenter sowie weitere Dienstleistungen zur Verfügung.
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