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Die hundert besten Ostschweizer Edelbrände gekrönt
Spitzenprodukte der Bauern und Brenner
Christian Jud
Die Organisatoren des 5.Ostschweizerischen Wettbewerbes der Edelbrände von bäuerlichen Brennern und Brennauftraggebern, luden am 24.August 010 zur Präsentation und Zertifizierung der Resultate ein. Exakt 100 Edelbrände von 146 eingesandten Produkten erreichten die von der Fachjuri geforderten 16 von möglichen 20 Punkten.
Richard Hollenstein, Leiter der Fachstelle Obstbau, Flawil, und zusammen mit Agroscope Changins- Wädenswil sowie Peter Dürr, Brennerei- Experte, Wädenswil, Mitorganisator des Qualitätsförderungsanlasses, sagte im Gespräch mit Info Wil Plus:«Das Ziel ist, den bäuerlichen Brennern und Brennauftraggebern, die selbst produziertes oder wild gesammeltes Rohmaterial brennen, wie auch gewerblichen Brennerein die Möglichkeit zu bieten, die Qualität ihrer Brände und deren Aufmachung neutral von erfahrenen Prüfern beurteilen zu lassen». Diese Prüfung hat am 3.Juli 010 hier im Landwirtschaftlichen Zentrum Flawil stattgefunden, und die Rangierung und Übergabe der Zertifikate konnte nun vorgenommen werden.
Interesse ist gross In seinen Ausführungen zeigte sich Richard Hollenstein beeindruckt über die Innovationen im Bereich der Herstellung von Edelbränden. Durchgeführte Kurse über das Einmaischen von Früchten, das Brennen und die Verarbeitung der Produkte würden klar Wirkung zeigen, und Hollenstein wörtlich:«Um Erfolg zu haben braucht es das Zusammenspiel zwischen dem Produkt, der gewählten Flasche und der passenden Etikette».
Im Vergleich zu früheren Degustationen sei eine weitere Qualitätssteigerung spürbar, was ganz im Interesse aller Beteiligten liege. Das Interesse an weiteren Kursen ist gross, und so wäre das Brennereimodul vom kommenden Herbst mit mehr als 25 Teilnehmenden bereits wieder ausgebucht.«Die Sensibilisierung , nicht Masse, sondern Qualität herstellen zu wollen ist klar durchgedrungen, und mit allen Aktivitäten rund um die Herstellung von Edelbränden wollen wir aber auch zur Erhaltung des Brennereigewerbes beitragen», schloss Hollenstein seine Ausführungen.
Effiziente Nebenerscheinung Im Gespräch mit dem Brennerei- Experten Dr.Peter Dürr erinnerte dieser daran:«Die Pflege der Edelbrandkultur lehnt sich auch stark an die Erhaltung und Förderung der Hochstammobstbäume und der Sicherung alter Obstsorten an, und es erstaunt immer wieder, wie gerade aus diesen Kulturen Kreationen von Edelbränden hervorgehen, die unseren Anstrengungen recht geben».
Wie zuvor bereits Richard Hollenstein ist auch Peter Dürr überzeugt, dass es die Edelbrände der hier gezeigten Qualitätsstufe wert sind und verdienen, mit dem Namen des Herstellers, des Herkunftsortes, der verarbeiteten Sorten und der in Wettbewerben erhaltenen Auszeichnungen zuoberst auf den Speise- und Dessertkarten aufgeführt zu werden. Auch er bedankte sich bei allen Teilnehmenden und den Juroren für ihren Einsatz für eine gute Sache. Dann oblag es diesem Brennerei Experten, die Bekanntgabe der Resultate und die Übergabe der Auszeichnungen vorzunehmen.
Die Besten der Guten Die Höchstbenoteten Edelbrände hatten am Ende ihrer Bewertung nochmals zur Erkürung des Gruppensiegers anzutreten, und wieder erfolgte die Degustation aus neutralen Faschen und erbrachte folgende Resultate: Bester Brand der Gruppe Kernobst: Malin Helmut, Grossabünt 18, 9487 Gamprin. Gampriner Quitten. Bester Brand der Gruppe Steinobst:Hans und Peter Zogg, Mosterei und Brennerei, 9472 Gtabserberg, Kirsch. Bster Brand der Gruppe Traube/Traubentrester: Distiller Hermann & Zindel.Zettlereistr.16,8880 Walenstadt, Traubenbrand«La Veccia»
Bestes Produkt der Gruppe Spezialitäten: Andina Angelo, Giassa Sura 92, 7559 Tschlin. Bieretta. Bestes Produkt der Gruppe Liköre:Antica Destillaria, Beretta-Filli, höchstgelegene Alpine Spezialitäten- und Lohnbrennerei, 7532 Val Mustair, Alpiner Moschus- Schafgarben- Likör.
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