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Wil: 03.07.2009
Neualtwil gilt in seiner heutigen Ausgestaltung als Vorzeigeprojekt.
Neualtwil gilt in seiner heutigen Ausgestaltung als Vorzeigeprojekt.

Kein solcher Fremdkörper ins Zentrum von Neualtwil.
Kein solcher Fremdkörper ins Zentrum von Neualtwil.

Neualtwil als Vorzeigeprojekt erhalten
Neualtwil soll nicht durch einen Trick in der Projektausschreibung in seiner heutigen Wohnqualität zerstört werden.
sh
Beim Bau von Neualtwil, in Wil wurde das Resultat in den Medien in der ganzen Schweiz gelobt. Eine Interessengruppe sieht die Fortsetzung nun durch eine Willkür bei der Formulierung im Projektwettbewerb gefährdet und will sich zur Wehr setzen. An der Informationsversammlung nahmen 40 Personen anwesend, um sich über die Details zu informieren.

Die Interessengruppe nennt es einen Trick des Stadtrates. Bei der Ausschreibung des Projektwettbewerbes wurde für die Ausgestaltung nicht mehr die Formulierung des Kaufvertrages verwendet. Der Vorschlag wird nun als Fremdkörper im Herzen von Neualtwil empfunden. Darin waren sich alle 40 Anwesenden einig, die am letzten Mittwoch einer Einladung zu einer Informationsveranstaltung gefolgt sind.

Lieblos
Eine politisch unabhängige Gruppe von aktiven NeualtwilerInnen um Werner Eugster, Roman Habrik, Paul Hüppi, Eva Noger und Kurt Stocker informierte die Quartierbewohner über die Planung. „Chaos und Hässlichkeit dominieren nach wie vor das Schweizerische Siedlungsbild“ sagt Martin Hofer, ETH-Dozent und Referent für Stadtentwicklung. Dies gilt auch für die geplante Erweiterung von Neualtwil.

In einer Bildershow zeigten Sie ganz einfach auf, wie sich die Philosophie von Neualtwil von einer lieblosen Aneinanderreihung von Häusern unterscheidet. Hans Wechsler, Alt Stadtamman sagte schon beim Bau der Siedlung: „Mit der Überbauung Neualtwil wird die Wohnqualität Wils um einiges gesteigert“.

Auch deswegen erhielt die Stadt Wil den Wakkerpreis. Einerseits eine Anerkennung für den respektvollen Umgang mit der bisherigen Siedlungsstruktur aber auch ein Auftrag an die Gemeinde, sich weiterhin für eine überdurchschnittliche architektonische Qualität einzusetzen. Anschliessend erklärte Fabian Beyeler von equiterre (Partnerin für nachhaltige Entwicklung) auf, welche Punkte man in der heutigen Zeit bei der Planung einer nachhaltigen Quartierentwicklung berücksichtigt.

Nichts mehr mit heutigem Neualtwil zu tun
Zum Schluss zeigte die Gruppe auf, wie der Stadtrat es zuliess, dass im Projektwettbewerb nicht der Originaltext aus dem Kaufvertrag verwendet wurde, sondern eine kleine sprachliche Abwandlung in den Wettbewerbstext geschmuggelt wurde. So wurde es möglich, dass ein Projekt gewann, das nichts mehr mit Neualtwil zu tun hat.

Unter den 40 Anwesenden war klar: Wir setzen uns dafür ein, dass das Quartier Neualtwil nachhaltig, im Sinne eines vorzüglichen Städtebaus weiterentwickelt wird. Damit war der Grundstein gelegt für die Bildung einer Interessengruppe, die das Ziel verfolgt, dass die Erweiterung von Neualtwil wieder ein städtebauliches Vorzeigeprojekt wird.