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RLZ Ostschweiz nimmt Formen an
Mit viel Engagement wird an der termingerechten Fertigstellung des regionalen Leistungszentrum Ostschweiz mit Standort Stadt Wil gearbeitet, am 1. September 09 startet der Trainingsbetrieb.
Niklaus Jung
Termingerecht auf den 1. September, nach knapp sieben Monaten Bauzeit wird das Regionale Leistungszentrum Ostschweiz (RLZO) den Betrieb aufnehmen. An der Medienkonferenz vom Dienstag informierten die Verantwortlichen über den Baufortschritt und die sportlichen Vorbereitungen. Baulich und finanziell auf Kurs, die Betriebsgesellschaft gegründet und Cheftrainer angestellt, das Magglingen Ostschweiz ist startbereit, betonte Stiftungspräsidentin Imelda Stadler zu aktuellen Lage.
Das 8. Leistungszentrum Schweiz mit Standort Wil startete baulich im Dezember 08 und kann bereits anfangs September seinen Betrieb aufnehmen. Auf der Baustelle informierten am Dienstag die Bau- und Sportverantwortlichen über den Stand der Arbeiten. Baupräsident Willi Aurich konnte zusammen mit Architekt Erhard Andermatt einen optimalen Baufortschritt vorweisen.
Grosser Schritt für den Sport Ostschweiz Stiftungspräsidentin und Präsidentin des Kant. Turnverbandes St. Gallen, Imelda Stadler, wies in ihren Worten auf den baldigen grossen Schritt für den „Sport Ostschweiz“ hin, welcher mit der baldigen Eröffnung des Leistungszentrums erfolge. Zeitlich wie auch finanziell sei das 3,5 Mio Projekt auf Kurs. Auch für die noch fehlenden 400'000 Franken an Sponsorengeldern sei sie zuversichtlich.
Als grossen Schritt bezeichnete Stadler auch die Leistungen finanzieller Natur und wies auf die letzte Geste vom Sonntag hin, wo der Thurgauer Turnverband 50'000 Franken gespendet habe. Grossen finanziellen Rückhalt hätten sie vom Kanton St. Gallen mit 1,45 Mio Franken und auch der Stadt Wil erfahren. Von den 27'000 Franken Baurechtzins müsse das RLZO nur gerade 750'000 Franken bezahlen. Mit 200'000 Franken habe sich auch der Kanton Thurgau erkenntlich gezeigt. Der St. Galler Turnverband selber spendete 75'000 Franken mit weiteren Zugaben. Nicht weniger wertvoll seien die Zusagen seitens zahlreicher Gemeinden und Vereinen, welche zusammen in die Hundertausende von Franken gehen.
Stiftungspräsidentin Imelda Stadler wies klärend auf die Kompetenzen beim Bau und Betrieb des Zentrums hin. Alle baulichen Entscheide werden nach Stadler im Stiftungsrat gefällt. Allerdings seien dahinter oftmals zahlreiche Vorgaben, welche es zu berücksichtigen gelte. Für den Betrieb funktioniere eine selbständige Betriebsgesellschaft unter der Leitung von Jürg Litscher, die Halle werde der Betriebsgesellschaft vermietet.
Wil ist auch eine Sportstadt Stadträtin und Sportministerin Marlis Angehrn liess durchblicken, dass Wil nicht nur historisch in Erscheinung trete, sondern immer stärker auch als Sportstadt bekannt werde. Das Wiler Parlament sei es gewesen, das im Juni 08 dem Kauf des Baulandes im Wert von 1,7 Mio zugestimmt habe mit gleichzeitigem Baurecht an die Stiftung RLZO. Wenn die Stadt auf Dreiviertel des Baurechtzinses von 27'000 Franken verzichte, dürfe sicher von nachhaltiger Sportförderung gesprochen werden.
Weiter betonte Angehrn die Synergien des Leistungszentrums mit der nun eröffneten Sportschule für Knaben im Lindenhof. Die Nähe des Leistungszentrums vereinfache den Betrieb.
Baulich und sportlich auf Kurs Von der baulichen Seite informierte Architekt Erhard Andermatt über den Stand der Arbeiten. In diesen Tagen habe der Innenausbau mit den zahlreichen Sportgeräten begonnen. Bekanntlich diene diese Halle in erster Linie dem Training, für Wettkämpfe seien die Einrichtungen nicht vorgesehen. Die Halle, etwas grösser als eine Dreifachturnhalle, werde wohl zu den modernst eingerichteten Sportzentren gehören.
Sportlich informierte Betriebsleiter Jürg Litscher über den sportlichen Start, welcher am 1. September angesagt sei. Allerdings kämen die Jugendlichen schon vorher und sie müssten bis zu diesem Zeitpunkt noch improvisieren. Gestartet werde mit 10 Mädchen und neun Knaben. Schulisch hätten sie mit dem Lindenhof wie der Kantonsschule eine gute Lösung gefunden. Auswirkungen ergäben sich bei der Kanti, deren Matura sich von vier auf sechs Jahre verlängere, sie dürften keinen Ausbildungsstoff auslassen.
Litscher machte weiter auf die Nutzung der Halle seitens des Breitensports hin. Sie hätten zahlreiche Anfragen bis in die Kantonshauptstadt. Es gehe darum, die Halle auf breiter Basis zu nutzen. Abschliessend wurden die beiden Cheftrainer, Marianne Steinemann bei den Frauen und Casca Bordan bei den Männern vorgestellt.
100 Sponsoren leisten Beiträge Abschliessend machte Urs Litscher, Leiter Sponsoring, auf die grosszügigen Leistungen der über 100 Sponsoren hin. Mit der St. Galler Kantonalbank hätten sie den wichtigen Hauptsponsor gefunden. Als einen der grössten Einzelspender nannte Litscher die Familie Strub. Bruno Strub präsidiert bekanntlich das TZ Fürstenland schon über Jahre.
Auch beim Bau war das RLZO beim Sponsoring erfolgreich. Vom Unternehmen „Appenzellerkäse“ erhielt das Bauwerk die notwendige Finanzspritze. Christoph Hollenstein von Appenzellerkäse betonte dazu: Hinter dem Namen ständen nicht weniger als 1'100 Milchbauer und 65 Käsereien.
Die Eröffnung des Leistungszentrums wird am 26. September mit einem Eröffnungsfest gefeiert. Attraktiv konnte Willi Aurich die Anwesenheit von Beni Thurnheer verkünden, welcher dem sportlichen Werk nationaler Abstützung auch gebührende Betonung geben könne.
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