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St.Gallen: 20.11.2008
Bischof Markus Büchel im Gespräch mit den Frauen.
Bischof Markus Büchel im Gespräch mit den Frauen.

Rosmarie Koller, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) St. Gallen-Appenzell begrüsst in der Kathedrale von St. Gallen die rund 500 angereisten Vorstandsfrauen.
Rosmarie Koller, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) St. Gallen-Appenzell begrüsst in der Kathedrale von St. Gallen die rund 500 angereisten Vorstandsfrauen.

„E gfreuts luege“
An die 500 Vorstandsfrauen des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) St. Gallen-Appenzell begegnen sich in St. Gallen.
Sabine Rüthemann
Am Dienstagabend, 18. November, kurz vor 17 Uhr strömten hunderte Frauen aus den drei Bistums-Kantonen in die Kathedrale. Um 17 Uhr waren es rund 500 von insgesamt 1000 Vorstandsfrauen des SKF St. Gallen-Appenzell, die sich auf Einladung des Kantonalvorstandes und des Bistums versammelten.

„E gfreuts luege“, sagte Bischof Markus Büchel angesichts der vielen gefüllten Kirchenbänke. An diesem Abend gehe es vor allem darum Danke zu sagen. „In der Bistumsleitung wird oft über die Freiwilligenarbeit in den Pfarreien gesprochen, uns ist sehr wohl bewusst, auf welchen Schultern sie vorwiegend lastet“, betonte der Bischof gegenüber den Frauen.

Mit Blick zurück auf das Impulsmotto „Brot ist Leben“ sagte er: „Eine Gemeinschaft wie der Katholische Frauenbund, die sich immer neue Ziele setzt und wach ist für die Anliegen der Menschen, wird zum Brot für unsere Gesellschaft und für die Kirche“.

Neues Selbstbewusstsein
In einem Verband wie dem SKF spiegle sich die Entwicklung der Kirche und auch der Gesellschaft, erklärte er in seiner kurzen Ansprache. „Das neue Selbstbewusstsein der Laien nach dem Konzil hat in den letzten Jahrzehnten die Zusammenarbeit in der Pastoral stark verändert. „Den Schnellen gehen die Veränderungen zu langsam und den Langsamen zu schnell“, sprach der Bischof ein Spannungsfeld an, in dem auch er sich tagtäglich bewegen muss.

Die Frauen haben sich emanzipiert und ihre gesellschaftlichen Möglichkeiten sind verbessert. Durch die Individualisierung der Menschen haben sich auch Institutionen wie Partnerschaft, Ehe und Familie wesentlich verändert – das hat auch Einfluss auf die Kirche. „Die Gleichberechtigung ist noch nicht in allen Bereichen realisiert“, das ist Bischof Markus Büchel durchaus bewusst. Das neue Selbstbewusstsein berge im Kontakt mit kirchlichen Institutionen und Traditionen ein Konfliktpotential. Ein Weg der gegenseitigen Achtung und des Verstehens könne nur mit Vertrauen und im Dialog gefunden werden. Dass der Bischof bereit ist, diesen Dialog zu führen, war an diesem Abend einmal mehr spürbar.

networking Frauenbund
Rosmarie Koller, Präsidentin SKF St. Gallen-Appenzell, dankte „ihren“ Frauen ebenfalls herzlich. Die Anlässe des Kantonalverbandes seien in den Regionen immer willkommen. „Nun seid ihr einmal unsere Gäste“, wandte sie sich an „ihre“ Frauen. Nach der Domvesper wechselten alle in den Pfalzkeller. Bei Speis und Trank wurde diskutiert, untereinander, mit dem Bischof, mit Vertretern der Bistumsleitung. Die Vorbereitungsgruppe hatte auf dem Programm der Domvesper zu „networking Katholischer Frauenbund“ aufgefordert. Ein moderner Begriff der das bedeutet, was den Frauenbund so wertvoll macht: Gemeinschaft, Beziehungen, ein tragendes Netzwerk.
Der grosse Aufmarsch der Vorstandsfrauen ergab einen Engpass beim Wechsel zum Pfalzkeller.
Der grosse Aufmarsch der Vorstandsfrauen ergab einen Engpass beim Wechsel zum Pfalzkeller.

Fröhliches Beisammensein und spontaner Austausch in den gediegenen Räumlichkeiten des Pfalzkellers.
Fröhliches Beisammensein und spontaner Austausch in den gediegenen Räumlichkeiten des Pfalzkellers.

Bischof Markus Büchel fühlt sich bei den Frauen gut aufgehoben. Rechts die Präsidentin Rosmarie Koller.
Bischof Markus Büchel fühlt sich bei den Frauen gut aufgehoben. Rechts die Präsidentin Rosmarie Koller.

Alle Hände voll zu tun hat die Präsidentin mit Zuprosten bei den vielen Frauen.
Alle Hände voll zu tun hat die Präsidentin mit Zuprosten bei den vielen Frauen.